Distortion Plot seltsam

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Distortion Plot seltsam

Beitragvon Cereso » Mittwoch 10. April 2013, 21:30

Moin,

ich habe was Nettes zum Testen bei mir - einen gut 10 Jahre alten 115mm F/7 TMB APO. Der durfte jetzt (allerdings ohne Flattener oder Reducer) sein erstes fotografisches Licht sehen. Das macht er auch ganz gut, verzerrte Sterne am Rand sind ja ohne Korrektor kein Wunder. Und Mittig ist das eine wirklich gute Auflösung, scheint besser als mein Newton, womöglich auch, weil es da kein Tubusseeing gibt.
Allerdings ist der distortion plot sehr merkwürdig. Die Astrometrie läuft richitg, daran liegt es nicht. Der Absolutwert der Verzeichnung ist sehr, sehr klein, aber alles andere als rotationssymmetrisch. Wenn ich das unbedarft betrachte, dann würde ich von Astigmatismus und Dezentrierung ausgehen. Der Sterntest zeigte mir auch etwas (sehr gering) elliptische Form intra- und extrafokal mit schöner 90°-Drehung beim Fokusdurchlauf, allerdings hatte ich einen Zenitspiegel im Strahlengang. Was man bei so etwas lieber lassen sollte, wie mir hinterher aufging.
Frage also in die Runde, kann man von dem Distortion Plot wirklich Rückschlüsse auf die Optik ziehen, oder ist das eher vorsichtig zu sehen?
Den Plot wie auch eine Einzelaufnahme (nur Histogramm bearbeitet) hänge ich mal an.

Grüße,

Carsten

http://www.castronomie.de/temp/distort_TMB.png


http://www.castronomie.de/temp/M101_L_10min_TMB.jpg
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Re: Distortion Plot seltsam

Beitragvon mischa » Mittwoch 10. April 2013, 22:23

Cereso hat geschrieben:Moin,

ich habe was Nettes zum Testen bei mir - einen gut 10 Jahre alten 115mm F/7 TMB APO. Der durfte jetzt (allerdings ohne Flattener oder Reducer) sein erstes fotografisches Licht sehen. Das macht er auch ganz gut, verzerrte Sterne am Rand sind ja ohne Korrektor kein Wunder. Und Mittig ist das eine wirklich gute Auflösung, scheint besser als mein Newton, womöglich auch, weil es da kein Tubusseeing gibt.
Allerdings ist der distortion plot sehr merkwürdig. Die Astrometrie läuft richitg, daran liegt es nicht. Der Absolutwert der Verzeichnung ist sehr, sehr klein, aber alles andere als rotationssymmetrisch. Wenn ich das unbedarft betrachte, dann würde ich von Astigmatismus und Dezentrierung ausgehen. Der Sterntest zeigte mir auch etwas (sehr gering) elliptische Form intra- und extrafokal mit schöner 90°-Drehung beim Fokusdurchlauf, allerdings hatte ich einen Zenitspiegel im Strahlengang. Was man bei so etwas lieber lassen sollte, wie mir hinterher aufging.
Frage also in die Runde, kann man von dem Distortion Plot wirklich Rückschlüsse auf die Optik ziehen, oder ist das eher vorsichtig zu sehen?
Den Plot wie auch eine Einzelaufnahme (nur Histogramm bearbeitet) hänge ich mal an.

Grüße,

Carsten


Hi Carsten,

falls die Distortion wirklich so klein ist, dann kannst du die nur vernuenftig messen anhand eines dichten Sternfeldes und mit 10%-20% Bildfelddurchmesser geditherten Aufnahmen. Ein viel viel empfindlicherer Optiktest ist die Sternabbildung im Bild selbst.

Mischa
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Re: Distortion Plot seltsam

Beitragvon Cereso » Donnerstag 11. April 2013, 07:58

Hallo Mischa,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Dann will ich aufgrund des Plots mal kein Urteil fällen. Ich konnte nur nicht einschätzen, wie empfindlich das Verfahren ist - bei größeren absoluten Verzeichnungen gibt es sicher Hinweise auf Kollimationsfehler.

Grüße,

Carsten
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